Freiwillige Feuerwehr Prenzlau
Wir sind da, wenn du uns brauchst!
Wir sind da, wenn du uns brauchst!
Unterbrandmeister Burkhard Schaal wurde 1988 Wehrleiter, übte dieses Amt aber nur knapp ein Jahr lang aus, so dass Kamerad Jürgen Schulz im November 1989 neuer Wehrführer der Prenzlauer Feuerwehr wurde.
Mit der Wende traten auch in der Wehr neue Probleme auf. Immer mehr Kameraden verließen die Freiwillige Feuerwehr, so dass die Mitgliederzahl auf 41 schrumpfte. Da sich auch die Rechtsgrundlagen völlig änderten, zerfiel zudem die Brandschutzgruppe.
Im Jahre 1991 kam die noch heute bestehende Freundschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz i.d. Nordheide zustande. Gegenseitige Besuche, Erfahrungsaustausche und Feste festigten und vertiefen noch heute das freundschaftliche Verhältnis beider Feuerwehren. Unsere Wehr erhielt aus Buchholz wertvolle und interessante Hinweise für die weitere Arbeit. So wurde unter anderen auch eine Schulung zum Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern von Kamerad Werner Nölken aus Buchholz für die Prenzlauer Einsatzkräfte durchgeführt.
Nach der Wende 1990 erweiterte sich das Aufgabenspektrum der Freiwilligen Feuerwehr drastisch: Die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen erhöhte sich zum Beispiel sprunghaft. Neue Technik, vor allem Spreiz- und Schneidgerät, wurde angeschafft und ermöglichte eine schnelle und professionelle Bewältigung dieser Einsätze.
Die Gesamteinsatzzahlen stiegen sprunghaft an. Waren es vor der Wiedervereinigung in etwa 50 Einsätze pro Jahr, stieg die Zahl 1991 auf 105 und 1992 auf 176 Einsätze im Jahr an. Im Sommer 1992 wurden die Kameraden mit Rufmeldeempfängern ausgerüstet, was die Sirenen überflüssig machte und eine gezieltere Alarmierung auch einzelner Teile der Feuerwehr ermöglichte.
Die Wehr wurde neben der Wehrleitung in drei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe stand unter der Führung eines erfahrenen Gruppenführers und hatte im Wechsel eine Woche Bereitschaft, um bei Einsätzen mit geringem Personalbedarf alarmiert zu werden. Die Alarmierung erfolgt seitdem nicht mehr über die Polizei, bei der viele Jahre der Notruf 112 einging, sondern über die neu geschaffene Rettungsleitstelle des Landkreises, die sich in der Kreisverwaltung befindet.