Jahreshauptversammlung 2009
Am 31. Januar wurden die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau zur alljährig stattfindenden Jahreshauptversammlung geladen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.
"Zu 114 Einsätzen wurde die Feuerwehr Prenzlau im Jahr 2008 alarmiert. Das Spektrum reichte von Fehleinsätzen,
Bagatelleinsätzen, Türöffnungen, Unfällen, Ölspuren und Feldbränden bis hin zu Gebäudebränden", resümierte
Ortswehrführer Fred Braul.
Die größten Brände seien der Werkstattbrand im Februar, sowie die der "Tortuga"-Bar am 31. März und 10. April gewesen.
Einen Konflikt stellen die Alarmierungen zu ausgelösten Brandmeldeanlagen dar. Ein Großteil dieser Einsätze entpuppt sich vor Ort als Fehlalarm, die aber ebenfalls in Rechnung gestellt werden. "Ich kann den Missmut eines ortsansässigen Betriebes verstehen, wenn er für solch einen Einsatz eine hohe Rechnung bekommt. Aber sollte es sich tatsächlich um einen Brand handeln und wir sind nicht schnell und mit voller Besatzung vor Ort, kann das fatale Folgen haben", machte Ortswehrführer Braul klar und regt als Lösungsmöglichkeit eine Satzungsänderung an, um die finanzielle Belastung der Firmen im Falle einer Fehlalarmierung zu verringern.
Die Kameradinnen und Kameraden hätten die Herausforderungen des letzten Jahres gut gemeistert und gezeigt, dass sie den hohen
physischen und psychischen Belastungen während der Einsätze gewachsen sind.
"Woran wir aber noch arbeiten müssen, ist die Erhöhung der Qualität und der Effektivität der Ausbildung. Dazu brauchen wir gut
geschulte Ausbilder und natürlich innovative Ausbildungsmethoden", so Braul.
Die Ausbildung der Gruppenführer müsse
auf Stadtebene durchgeführt werden, um den Ausbildungsstand der Führungskräfte sowie die Zusammenarbeit der einzelnen
Ortsfeuerwehren bei größeren Einsätzen zu verbessern.
"Ein Problem, mit dem andere Feuerwehren schon seit langem kämpfen, ist die Verfügbarkeit von Führungskräften und Maschinisten am Tage. Dabei sind der Erwerb des LKW-Führerscheins und die Ausbildung zum Maschinisten für die Ortfeuerwehr Prenzlau von größter Wichtigkeit. Das Geld, das von der Stadtverwaltung für den Erwerb von Führerscheinen bereitgestellt wird, müsste erhöht werden und vor allem unserer Ortsfeuerwehr zur Verfügung stehen", stellt Oberbrandmeister Braul heraus.
Abschließend bedankte sich der Prenzlauer Ortswehrführer für das ehrenamtliche Engagement der Prenzlauer Feuerwehrangehörigen, wünschte allen Anwesenden viel Gesundheit und schritt zur Beförderung verdienter Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Prenzlau.
Herzlichen Glückwunsch allen beförderten und ausgezeichneten Kameradinnen und Kameraden!
